Fischessen 2020 abgesagt

Der Fischerverein hat das Geschehen im Zusammenhang mit dem Fischessen und Covid-19 stets angeschaut und beurteilt.

Leider hat sich in den letzten Tagen die Anzahl Fälle pro Tag etwas erhöht und es wird davon ausgegangen, dass sich diese während den Sommermonaten noch weiter erhöhen wird. Die Durchführung des Fischessens würde daher zu einem Pokerspiel für den Verein werden. Der Vorstand hat sich daher entschieden, das diesjährige Fischessen, 2020, nicht durchzuführen.

Covid 19 Information

Mit der vom Bundesrat ausgesprochenen besonderen Lage in der Schweiz, ist auch der Fischer Verein Züri Unterland verpflichtet, sämtliche Anlässe abzusagen. Der Vorstand hat sich dazu entschieden, die Anlässe nicht nur bis Ende April zu stornieren, sondern bis zu den Sommerferien abzusagen. Der Vorstand bedauert natürlich momentan keine Anlässe durchführen zu können, vor allem trifft dies etliche Anlässe der Jugendgruppe, welche stetig gut besucht wurden. Die Gesundheit unserer Vereinskameradinnen und Vereinskameraden liegt uns aber natürlich viel mehr am Herzen als die Anlässe.

Fischen an der Glatt 219 und 220
Das Angeln an unseren Gewässern ist unter Einhaltung der vom BAG getroffenen Bestimmungen noch immer möglich. Für Interessenten einer Gästekarte (Nichtvereinsmitglied), welche üblicherweise in einem Fischereifachgeschäft (HRH Hebeisen Fishing, Winti-Fisch P. Gnehm AG) erworben werden kann, haben wir bedauerlicherweise keine andere Option und kann daher bis zur Öffnung der Geschäfte nirgends bezogen werden.

Anlässe ab Sommer 2020
Der Vorstand ist davon überzogen, dass die Anlässe im zweiten Semester durchgeführt werden können und freut sich bereits jetzt die Mitglieder zukünftig wieder begrüssen zu können.

Fischessen vom 12. September 2020
Zum jetzigen Zeitpunkt wird davon ausgegangen, dass das traditionelle Fischessen vom 12. September 2020 stattfinden kann. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und wir freuen uns bereits jetzt alle Gäste willkommen zu heissen.

15000 Bachforellen Eier

Zürcher Unterländer 13.10.2020

15000 Bachforellen-Eier sind die Hoffnungsträger der Fliegenfischer

Jürg Schneider mit einer Laichbox. Diese wird bald im Fluss verankert, damit sich dort wieder Bachforellen ansiedeln. Foto: Samuel Prenner

Rorbas/Freienstein-Teufen Laichboxen sollen bei der Wiederansiedlung des empfindlichen Fisches helfen.

Seltsame schwarze Zylinder werden in den Fliessgewässern in Rorbas deponiert. Ein paar Schaulustige bleiben stehen und beobachten, wie die Männer der Pachtgruppe Töss 113 - eines Vereins von Fliegenfischern - eine solche Box auf Grund setzen und dann mit Steinen befestigen. Des Rätsels Lösung: Am Samstagmorgen wurden hier und in Freienstein-Teufen Laichboxen in der Töss und einem ihrer Zuflüsse ausgelegt. Ziel ist, den Bestand der Bachforelle in der Region zu vergrössern. Die zehn Laichboxen, welche die Pachtgruppe verteilte, wurden mit insgesamt 15000 Eiern bestückt.

Für Jürg Schneider ist nur schon ein Erfolg, dass er die Laichboxen überhaupt installieren darf. Bis es so weit war, musste zuerst ein Konzept bei der kantonalen Fischereiverwaltung eingereicht und von dieser genehmigt werden. Schneider ist Mitglied der Pachtgruppe, welche für den unteren Teil der Töss verantwortlich ist, direkt vor der Mündung in den Rhein. «Unser mittelfristiges Ziel ist es, wieder 100 Forellen pro Jahr entnehmen zu können», erklärt er.

Boxen für Fischeier

Die schwarzen Zylinder beinhalten ein metallenes Kästchen mit vielen Löchern darin. Dieses Kästchen ist zweigeschossig aufgebaut. Oben werden die befruchteten Eier aus der Zucht in drei Fächer gefüllt. Anschliessend wird das Kästchen in den Zylinder geschoben und der Zylinder mit gelochten Deckeln verschlossen. Und dann werden die Zylinder eben im Fluss versenkt. Dafür eignen sich am besten Stellen, wo der Fluss eine nicht allzu grosse Fliessgeschwindigkeit hat. «Grundsätzlich orientieren wir uns in der Auswahl der Standorte an der Natur. Wir wissen ja, wo die ansässigen Bachforellen laichen, und platzieren die Boxen dort in der Nähe», erklärt Schneider. Sobald die Forellen schlüpfen, schwimmen sie erst einmal zum Boden der Box und beginnen, ihre Umgebung zu erkunden. Die Boxen dienen den Jungtieren also auch als Unterschlupf.

15000 Eier werden insgesamt ausgesetzt. Am Schluss werden es aber natürlich nicht so viele Fische sein, die sich im Fluss tummeln. Nur etwa drei bis vier Prozent der Forellen erreichen eine Grösse von 28 cm, trotz der Bemühungen der Pachtgruppe. Das ist bereits eine gute Quote; bei natürlich abgelegtem Laich ist die Überlebenschance der jungen Fische sogar noch geringer. Dort überleben zwei bis drei Promille.

Die Pachtgruppe kann sich auf die Erfahrungen in anderen Flüssen berufen: In der Thur wurden die Boxen schon erfolgreich eingesetzt. Vor einigen Jahren versuchte man bereits einmal, den Bestand der Bachforellen zu erhöhen, damals noch, indem man Jungtiere aussetzte. «Da hätte man aber auch gleich Fischfutter in die Töss werfen können», meint Jürg Schneider. Denn die Brütlinge aus der Zucht waren es nicht gewohnt, in freier Wildbahn zu überleben. Und wurden gefressen.

Steiniger Weg

Die Bachforelle ist vom Fischereiverband der Schweiz zum Fisch des Jahres 2020 gewählt worden. Sie ist weit verbreitet, reagiert aber heikel auf Umwelteinflüsse. Damit ist sie ein wichtiger Indikator für allerlei Änderungen der Umwelt: Zu hohe Temperaturen des Wassers drücken die Bestände ebenso wie Krankheiten. Auch auf die Ausscheidungen von Kläranlagen reagiert die Bachforelle empfindlich. «Man konnte beobachten, dass die Dichte von Zwittern 300 bis 400 Meter nach einer Kläranlage zunimmt», erklärt Schneider. Bloss kann die Pachtgruppe diese Probleme nicht lösen. Den Mitgliedern bleibt die Hoffnung, dass der Bestand sich mit den Laichboxen in der Töss wieder etwas erholt.

Samuel Prenner

Quelle: Zürcher Unterländer 13.01.2020

Fliegenfischen an der Glatt

Neu ab dem Jahr 2020

Fliegenfischen an der Glatt

Revier 220

Das Revier erstreckt sich über 3.8 km, von der Brücke Glattfelden-

Schachen bis zum Glattstollen und ist ab dem Jahr 2020 ausschliesslich

 fürs Fliegenfischen bestimmt.

Infotafeln am Glattufer

Kanton will Infotafeln der Fischer nicht direkt am Glattufer.

Auf drei Tafeln entlang der Glatt können Spaziergängerinnen und Spaziergänger Bilder der hiesigen Fischarten betrachten. Weil der Kanton die Tafeln nicht in Ufernähe will, stehen sie aber etwas abseits.

Infotafel Glattufer

In Hochfelden steht die Infotafel nun näher beim Wald als bei der Glatt. Bild: Paco Carrascosa

Die Glatt ist ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Die Fische bleiben dem Auge des Betrachters aber meistens verborgen. Aus diesem Grund hat der Fischerverein Zürcher Unterland (FVZU) drei Infotafeln entlang dem Glattufer aufgestellt: Eine in Hochfelden neben der Brücke, eine weitere beim Fussballplatz Schachen und die dritte in der Nähe des Riverside Hotels in Glattfeld. «Wir fischen seit etwa 40 Jahren an der Glatt und es kam oft vor, dass uns Fussgängerinnen und Fussgänger über die Glatt und die Fische befragen», erklärt Jürg Schneider, Vorstandsmitglied beim FVZU.

Enge Zusammenarbeit

Neben zwei Karten, die die Fischreviere im Glattal zeigen, sind auch zehn Fischarten wie der Karpfen, das Rotauge oder der Gründling abgebildet. Auch schreibt der FVZU, wie wichtig die Fischer für den Naturschutz sind: «Eine enge Zusammenarbeit mit dem Kanton und den Gemeinden ist eine Voraussetzung dazu.» Jetzt haben sie auch erfahren, dass diese Zusammenarbeit nicht immer einfach ist.

Über ein Jahr waren sie mit den kantonalen Behörden in Verhandlungen verwickelt. Am Samstag konnten die Tafeln endlich eingeweiht werden. Einen Schönheitsfehler musste der FVZU jedoch hinnehmen: Anders als vorgesehen, blickt man von den Infotafeln nicht in Richtung Glatt. Stattdessen schaut man in Hochfelden in den Wald und kehrt dem Fluss den Rücken zu.

«Wir hatten uns im Vorfeld mit der Gemeinde, dem AWEL und den Grundeigentümern abgesprochen», sagt Schneider. Nachdem man sich auf die drei Standorte für die Tafeln geeinigt hatte, reichte der FVZU ein Gesuch für eine Baubewilligung ein. Da sich die Grundstücke ausserhalb der Bauzone befinden, schaltete sich das Amt für Raumentwicklung (Are) ein, und das Projekt kam ins Stocken: Das erste Gesuch wurde Mitte 2018 abgelehnt.

Infotafeln sind Werbung

«Uns wurde gesagt, dass es sich bei den Infotafeln um Reklame handelt», sagt Schneider. Neben dem Logo der FVZU wird auf den Infotafeln auch darauf verwiesen, dass der Verein Ausbildungskurse für Fischer anbietet und eine Jugendgruppe führt. Was in den Augen der kantonalen Behörden Werbung zu sein scheint, sehen die Fischer jedoch als einen Beitrag zum Umwelt- und Tierschutz: «Wir sind der Überzeugung, dass gut ausgebildete Fischer der beste Schutz für unsere Fische sind», betont Schneider.

Der FVZU gab sich mit dem Entscheid des Are jedoch nicht zufrieden und erhielt nach langen Verhandlungen doch noch eine Baubewilligung. Neben dem unvorteilhaften Standort mussten sich die Fischer auch mit den Gebühren für das Baugesuch abfinden. Die Gemeinde Glattfelden sah davon ab, diese zu verrechnen; Hochfelden verlangte 880 Franken und der Kanton gleich zwei Mal 900 Franken. Damit erhöhten sich die Kosten des Projekts auf mehr als das Doppelte. Das Logo des FVZU ist weiterhin auf den Tafeln abgebildet.

«Wir können den Entscheid immer noch nicht nachvollziehen», sagt Schneider. «Es ist mühsam, wenn man die Bevölkerung informieren will und dann solche Stolpersteine in den Weg gelegt bekommt.» Für eine Stellungnahme war die Baudirektion gestern nicht erreichbar.

 

Erstellt: 28.10.2019, ZürcherUnterländer

Original ZU Bericht

Jungfischer auf dem Zürichsee

unsere Jungfischer zu Gast beim Fischer-Verein Thalwil  auf dem Zürichsee beim Felchenfischen.

 

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